Karl der Käfer wurde doch gefragt…

Vogelkästen bemalen.
Wie die der allermeisten Lebewesen unserer Erde, geht auch die Population unserer „gefiederten Freunde“, der Vögel, langsam aber stetig zurück. Durch die Umwandlung von Grünland in Ackerfläche und Bauland, sowie durch den Einsatz von Pestiziden fehlt es an Insekten, die auch für die Aufzucht der Jungen benötigt werden. Knicks verschwinden und auf den riesigen Ackerschlägen finden sich keine Nistmöglichkeiten. Den dort lebenden Vogelarten können wir nur durch die Unterstützung der ökologischen Landwirtschaft helfen. Sie brauchen vor allem vielfältige Landschaftsstrukturen und störungsfreie Nistmöglichkeiten. Anders jedoch bei unseren Gartenvögeln. Mit einem naturnahen Garten, möglichst mit einer Wiese und einem Totholzhaufen, heimischen Büschen und Blumen für die Insekten sorgen wir für ein abwechslungsreiches Nahrungsangebot. Auch die Kinder des DRK Kindergartens in der Schulstraße im OT Klausdorf möchten den Vögeln helfen. Nachdem wir bereits eine Benjes Hecke angelegt haben, in der sich gerne Insekten und andere Beutetiere der Vögel aufhalten, haben wir uns nun um Nistmöglichkeiten gekümmert. Der Bauhof spendete für unser Vorhaben unbehandeltes Holz und mein Mann hat uns 16 Vogelnistkästen gebaut. Vielen Dank! Nach einer kleinen Einführung in das Leben unserer „ gefiederten Freunde“ lernten wir sie an Hand von Bildern zu unterscheiden, hörten uns die verschiedenen Gesänge an und betrachteten ihre sehr unterschiedlich gebauten Nester. Anschließend ging es an das Bemalen. Mit umweltfreundlicher Farbe gestalteten jeweils zwei Kinder gemeinsam einen Nistkasten. Die Kinder waren sehr konzentriert bei der Sache und so entstanden wahre Kunstwerke.  Es war erstaunlich, wie sauber die Kinder arbeiteten. Einige der Kästen werden wir auf dem Gelände des Kindergartens aufhängen, damit die Kinder auch die Möglichkeit haben, das Brutgeschäft der Vögel zu beobachten. Alle anderen „Häuser“ können interessierte Eltern gegen einen geringen Betrag zu Gunsten des Kindergartens käuflich erwerben. Die Nisthilfen sollten in Richtung Südost angebracht werden und keinesfalls in der prallen Sonne hängen. 1,5 bis 2 m über dem Erdboden ist völlig ausreichend. Wichtig ist, dass sie für Katzen und Marder nicht erreichbar sind.  Werden die Vögel durch Feinde gestört, verlassen sie den Brutplatz und damit auch ihre Eier oder sogar die Jungvögel. Der Nistkasten muss einmal im Jahr gereinigt werden. Hierzu wird das alte Nest entfernt und der Boden z. B. mit einem Spachtel gesäubert. Dies sollte außerhalb der Brutsaison im September oder im Februar erledigt werden. Die Nistkästen sollten unbedingt auch im Winter hängen bleiben, damit die Vögel sie als Schlafplatz nutzen können. Bauanleitungen für verschiedene Nistkästen finden Sie im Internet.

Annette Hinz



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